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Deutsch-Französischer Journalistenpreis

Unter der Oberfläche

Von Jörg-Manfred Unger

Symbolfoto: PxHere.com, An Min

28. Juni 2020

Trotz der Absage der geplanten feierlichen Zeremonie in Berlin wurden die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) ernannt.

Die Vergabe des mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preises fand 2020 virtuell statt. In fünf Kategorien wurden „Europäische Geschichten mit großer interkultureller Kompetenz“ ausgezeichnet.

Kategorie Video

Fabienne Hurst, Julian Feldmann und Robert Bongen für „Das ungesühnte SS-Massaker: Ein französisches Dorf kämpft um Gerechtigkeit“, ARTE/NDR

Kategorie Audio:

Leslie Benzaquen für „L’affaire des 450 tableaux“, Apple Podcasts/Spotify/Deezer/Acas

Kategorie Text

Elisa-Madeleine Glöckner, Veronika Lintner, Jonas Voss und Julian Würzer für „Europa 2019. Eine Reise“, Augsburger Allgemeine

Kategorie Multimedia

CORRECTIV, Frontal21/ZDF und 33 weitere Medien für „Grand Theft Europe“

Kategorie Nachwuchs (in der Kategorie Audio)

Anaelle Abasq, Alexia Echerbault, Lara Gohr, Thabo Huntgeburth, Lukas Knauer, Louise Pillais, Mathilde Pires, Meret Reh, Camille Sarazin und Ramona Westhof für „Plus chaud que le climat – Heißer als das Klima“, DLF Kultur

Der DFJP-Vorstandsvorsitzende und Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR), Professor Thomas Kleist, lobte die Qualität der diesjährigen Einreichungen. „Für die deutsch-französischen Beziehungen und das Miteinander in Europa ist und bleibt die Arbeit der Qualitätsmedien von unschätzbarem Wert.“ Dies gelte insbesondere in Krisenzeiten, denn die aktuelle Corona-Pandemie zeige, dass gegen Falsch-Informationen und zum Teil krude Theorien und Thesen professionelles journalistisches Handwerk die beste Medizin seien.

Mit dem Film Unter der Oberfläche von Tobias Seeger würdigt der SR die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger.

Auf die Vergabe des Großen Deutsch-Französischen Medienpreises an eine Organisation oder Persönlichkeit, die sich auf besondere Art und Weise um die deutsch-französische und europäische Verständigung verdient gemacht hat, wurde angesichts der Corona-Krise in diesem Jahr verzichtet. Sie soll bei der Zeremonie im kommenden Jahr in Berlin nachgeholt werden.

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