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Immersive Kunst

Wie im Rausch

Von Jörg-Manfred Unger

Paul Klee, 2020 in Bordeaux, © Culturespaces, Anaka Photographie

17. September 2020

Die ehemalige U-Boot-Basis von Bordeaux wurde mit den Bassins de Lumières zu einer digitalen Erlebniswelt, mit der man klassische Kunstwerke neu und anders entdeckt – eine spektakuläre High-Tech-Variante der typisch französischen Ton- und Lichtschau Son et Lumières.

Vier der 100 Meter langen, 22 Meter breiten und 12 Meter hohen Wasserbecken des 20 Meter hohen Bunkers beherbergen damit die größte permanente Multimedia-Installation der Welt.

Im Cube, 2020, © Culturespaces,  Anaka Photographie

Das französische Unternehmen Culturespace setzt das virtuelle Spektakel von gewaltigem Ausmaß am Ufer der Garonne mittels der von ihr entwickelten Technik AMIEX® in Szene. In industriellem Ambiente wird bildende Kunst während der halbstündigen Vorstellung in sechs 360°-Tableaus auf insgesamt 12.000 qm Fläche projiziert, teilweise auf dem Wasser gespiegelt und je nach Sujet mit pompösem Sound oder ätherischen Klängen untermalt (Wagner, Mahler, Mozart, Lehár, Puccini …), um ein Vielfaches vergrößert und/oder als Reihung präsentiert – ein geradezu magisches Spiel von Licht, Farben und Ton jenseits von Zeit und Raum. Bis zum 3. Januar 2021 ist diese Show, die damit selbst zur Kunst wird und nicht zuletzt ein neues Publikum anzieht, Gustav Klimt, Paul Klee, Ocean Data und Anitya gewidmet.

Gustav Klimt, 2020 in Bordeaux, © Culturespaces, Anaka Photographie

Weltweit gibt es derzeit vier Culturespace-Ausstellungsorte: die Bassins de Lumières, die ehemaligen Kalksteinbrüche Carrières de Lumières von Les Baux-de-Provence (seit 2012), die aktuell Dalí und Gaudí vorstellen; das Pariser Atelier des Lumières (seit 2018), das die Künstler „Monet, Renoir… Chagall; Yves Klein“ vorstellt; in Südkorea, wo die weltweite Vermarktung der Technologie mit dem Bunker de Lumières (seit 2018) begonnen hat.

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